im Jahr 2010

Fußball

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Die Fußballauswahlmannschaft der Martin-Luther-Universität ist Deutscher Hochschulmeister 2010!

Am Sonntag den 27.06.2010 ertönte um 14.17 Uhr im Karlsruher Universitätsstadion der Schlusspfiff im Finalspiel der DHM! Die Sensation war perfekt! Die Auswahlmannschaft der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg besiegte die Auswahlmannschaft der Universität Frankfurt/ Main nach hartem und aufopferungsvollem Kampf und einer taktischen Meisterleistung mit 4 : 2! Total erschöpft konnten die Spieler den Erfolg kaum fassen! Erstmalig gelang es einer Mannschaft aus den neuen Bundesländern die Deutsche Hochschulmeisterschaft zu gewinnen. Ein historischer Triumph für die Martin-Luther-Universität!

Ein langer Weg lag hinter den Spielern. So musste man erst einmal am 26.05.2010 „Erzrivale“ Uni Magdeburg aus dem Weg räumen. Nach 90 min stand es 2:2 und die Verlängerung sollte die Entscheidung bringen wer zur Zwischenrunde nach Aachen fährt. Durch klasse Tore in der Verlängerung von Jens Werner und Michael Schmidt gewann man am Ende mit 4:2! In der am 16.06.2010 folgenden Zwischenrunde setzte man sich gegen Rostock (1:0), Osnabrück (5:0) und Aachen (3:0) durch. Hier nochmal ein Kompliment an die Spieler, die sich die Strapazen einer 5½ stündigen Hinfahrt, insgesamt 120 Spielminuten und einer 5½ stündigen Rückfahrt am selbigen Tag auferlegten und das alles ein Tag nach unserem Universitätssportfest, wo alle Akteure in verschiedenen Teams beim Fußballturnier mitwirkten! Dennoch war man überglücklich die Finalrunde erstmalig (im vergangenen Jahr scheiterte man knapp an der Uni Bochum) erreicht zu haben!

Nun reisten die „Auswahlrecken“ am 25.06.2010 nach Karlsruhe. Nach fast 7-stündiger Fahrt kam man dann dort um 20.45 Uhr an! Nach der Eröffnungsveranstaltung bezog man im Sportkomplex des Karlsruher Sportinstituts quartier. Ausgeschlafen und voller Spannung bereiteten sich die Spieler am nächsten Morgen auf das Halbfinalspiel gegen den zu diesem Zeitpunkt amtierenden Deutschen Hochschulmeister Würzburg vor. Die Zuschauer sahen ein gutklassiges Spiel, was in der ersten Hälfte sehr ausgeglichen verlief. In der Halbzeitpause wies Coach Thomas Diedrich die Spieler nochmal auf die taktischen Vorgaben hin. Diese wurden dann auch konsequent umgesetzt und am Ende staunten selbst die Spieler von Würzburg über das was passiert war, 5:0 gewann die MLU – Auswahl! Mit dem Finaleinzug hatten sich die Spieler schon einen kleinen Traum erfüllt und das Ziel ein Platz auf dem „Treppchen“ war erreicht! Der Traum sollte aber noch nicht vorbei sein! Am nächsten Tag den schon besagten 27.06.2010 wurde um 12.30 Uhr das Finale gegen die Uni Frankfurt (siegten im anderen Halbfinale gegen Uni Nürnberg/Erlangen mit 6:5 n. E.) angepfiffen. Mit voller Konzentration und sehr gut vom Coach Diedrich eingestellt ging die Mannschaft ins Spiel. Auch hier zeigte sich ein sehr ausgeglichenes und qualitativ hochwertiges Match. Zur Halbzeit stand es noch 0:0 dank einer guten Defensive und Torwart Marius Kansy! In der zweiten Halbzeit sollten dann die Tore fallen. Frankfurt übernahm zunächst die Initiative und hatte mehr Spielanteile. Aber unsere „Jungs“ sorgten bei ihren schnell vorgetragenen Angriffen für viel Gefahr. So hatten alle schon den Torschrei auf den Lippen als Rico Gängel in der 50 min einen 25m – Kracher an die Querstange des Tores der Frankfurter hämmerte von dort aus sprang er auf, vor oder hinter die Linie und wieder weg vom Tor!? Keiner konnte es genau sehen zu schnell ging alles! Auch für den Schiedsrichter der das Spiel weiter laufen ließ und somit nicht auf Tor für die MLU entschied. Ärgerlich den fast im Gegenzug erzielten die Frankfurter den Führungstreffer. Doch auch auf diese Situation hatte der Coach die Mannschaft vorbereitet und den Jungs vor und während der Halbzeitpause verdeutlicht, dass die Mannschaft stark genug ist einen Rückstand umzudrehen. Angetrieben vom Mannschaftskapitän David Quidzinski und Benedikt Seipel erzielte dann auch Robin Huth nur 5min später mit einem herrlichen Schuss aus 2m den 1:1 Ausgleichstreffer. Gleich darauf gab es den ersten Wechsel. Chris Klarner ersetzte den völlig verausgabten Sebastian Mauritz und schon 3min später erzielte dieser mit einer sehenswerten Aktion den Führungstreffer nach Vorarbeit von Christian Kuka. Dieser wiederum erzielte nur wenig später die 3:1 Führung. Alles schien gelaufen aber nach einem fragwürdigem Strafstoß konnte Frankfurt 10 min vor Schluss nochmal auf 3:2 verkürzen. Ein „Zittern“ kam aber nicht auf, die Viererkette um Tom Renner und Marcus Darmochwal hielt stand und mit dem 4:2 in der 83min gaben sich nun die Frankfurter auf und mussten den jederzeit verdienten Sieg der „Halleschen Lutheraner“ anerkennen. Eine herausragende und geschlossene Mannschaftsleistung mit viel Willen und taktischer Disziplin in der jeder Spieler und der Coach einen überragenden Beitrag zum Erfolg erbrachte und hervorzuheben ist! Und eine beispielhafte Repräsentation der Martin-Luther-Universität sowohl auf dem Spielfeld, als auch über das gesamte Finalwochenende neben dem Spielfeld! Ein besonderes Dankeschön an Maik Bemmann, Jens Werner, Sebastian Kolch, Marcus Darmochwal und David Quidzinski, die in der Vor-, Zwischen- und Finalrunde dabei waren!

Klasse Jungs und weiter so!!!

Turnen

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Die Uni Halle kann anderen Unis noch was vorturnen: Bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften im Geräteturnen haben jetzt die Studenten Conny Renner, Katrin Siebert, Jutta Mende, Susi Schmidt und Ines Rudolph sich als bestes Team von 28 Hochschulmannschaften erwiesen und konnten in Stuttgart das Siegerpodest besteigen. Und, alle Achtung! Conny Renner belegte in der Einzelwertung mit knappem Vorsprung sogar den ersten Platz!

 
 
 
Leichtathletik

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Am 29./30. Mai fanden in Friedberg die Deutschen Hochschulmeisterschaften 2010 Leichtathletik statt. Über 10.000m ging Ken Fessel von der WG Halle an den Start. Er gewann diesen Wettbewerb souverän in 32:14,64 min. Sein Vorsprung auf den Zweiten betrug 32 sek.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Boxen

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Christian Henze, Student für Sportwissenschaft und Soziologie, nahm an der in diesem Jahr vom 13.-16.05. in Freiburg durchgeführten Meisterschaft erstmalig teil. Als Leistungssportler erfolgte sein Einsatz natürlich in der ausgeschriebenen A-Klasse. Betreut wurde der am LLZ Halle trainierende Athlet vom Stützpunkttrainer S. Vogelreuter. Im Halbweltergewicht (64 Kg) waren 4 Boxer am Start. Neben Christian nahmen mit Sinan Bayrak/WG Karlsruhe, Aram Khachatryan/WG Potsdam die Finalisten und mit Thomas Gebhardt/TF Berlin der Drittplazierte der Meisterschaft 2009 teil. Im Halbfinale traf Christian auf den kampfstarken A. Kh., den er über seine Reichweitenvorteile und die stabilere Kampfesweise klar beherrschte. Im Finale stand ihm dann mit S. Bayrak der Titelverteidiger gegenüber und es war schon erstaunlich, wie klar sich Christian auch in diesem Duell behaupten konnte. Immerhin musste man den aus Ligakämpfen bekannten, routinierten Gegner auch auf Grund des “ Heimvorteils“ in der Favoritenrolle sehen. Mit seinen Leistungen konnte Christian weitere Leistungsfortschritte dokumentieren, die Erwartungen erfüllen und den betriebenen Aufwand rechtfertigen.

Das Starterfeld umfasste 112 Boxer/innen aus 36 Universitäten bzw. Bildungseinrichtungen. Entsprechend der sportlichen Qualifikation erfolgte die Einteilung in A- und B-Klassen. Die hohen Teilnehmerzahlen in mehreren Gewichtsklassen der B-Klasse- Männer machte es notwendig, dass viele Athleten 2 Kämpfe an einem Tag austragen mussten. Dies traf komplett auf die A-Klassen zu, die die Halbfinals und Finals am Samstag zu absolvieren hatten. Eine Regelung, die im Leistungsboxen nur in Ausnahmefällen angewandt wird. Demzufolge wurden an den beiden WK-tagen(14./15.)in jeweils 2 Veranstaltungen in der Summe 88 Kämpfe ausgetragen. Ein Programm, das ohne wesentliche Probleme von allen Beteiligten engagiert und diszipliniert in sehr kameradschaftlicher Atmosphäre absolviert wurde. Sicher muss man sich Gedanken machen, wie eine so gedrängte WK-Absolvierung vermieden werden kann, aber speziell in unserer Planung ist eine nächste Teilnahme auch mit mehreren Sportlern beider Leistungsklassen beabsichtigt.